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Eine etwas andere Schule

HPZ St. Laurentius-Warburg
Stiepenweg 70
34414 Warburg
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Die Laurentius-Schule fördert seit 40 Jahren Schüler mit einer geistigen Behinderung

Warburg. Sie bietet für viele Schüler die einzige Möglichkeit zur Schule gehen zu können: Die Laurentius-Schule in Warburg nimmt Schüler mit einer geistigen Behinderung aus ganz Nordrhein-Westfalen auf. Das Schuljahr 2009/2010 stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens der Schule, die sich den Förderschwerpunkten „Geistige Entwicklung“ sowie „Körperliche und motorische Entwicklung“ widmet.

Schnell beugt sich Christian vor, haut auf den „Big Mac“, einen großen gelben Taster auf dem Tisch in der Mitte. Eine Stimme ertönt: „Ich will auch mal.“ Aufgeregt zuckt er mit dem Kopf hin und her. Der 18-Jährige kann nicht sprechen und möchte sich im Stuhlkreis der Klasse ein Morgenlied wünschen. Auf einem Sprachausgabegerät wählt er ein Feld mit einem Lied-Symbol. „Hallo, hallo, schön, dass du da bist“ ertönt – das gleiche Lied, das die Klasse gerade schon gesungen hat. Lehrerin Anne Stalze fragt nach: „Willst du wirklich das?“ Christians Gesichtsausdruck lässt keinen Zweifel zu. Er möchte es noch einmal hören. Anne Stalze und die beiden Integrationshelfer Marina Griebat und Markus Schrick stimmen das Lied an, wenden sich dabei den Schülern zu, motivieren sie, auch die Mitschüler zu begrüßen.

Zu der Klasse gehören neun Schüler der Oberstufe und der Berufspraxisstufe der Laurentius-Schule. Alle haben eine schwere geistige Behinderung mit einem auch innerhalb der Laurentius-Schule überdurchschnittlich hohen Förderbedarf in allen Entwicklungsbereichen. Nur zwei der Schüler können sich mit Ein- und Zwei-Wort-Sätzen ausdrücken. Deshalb wird in der Klasse viel Wert auf „unterstützte Kommunikation“ gelegt. „Wir sprechen mit Gebärden, mit Piktogrammen und lernen den Umgang mit Sprachausgabegeräten“, erklärt Anne Stalze.

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Christian kann zwar nicht sprechen, sich mit Hilfe seines Sprachausgabegeräts (rechts im Bild) aber sehr wohl zu Wort melden. Hinten (v. l.): Robin, Markus Schrick, Sarah und Senem.